JuliYoga im Oktober

Auf unser Indonesienreise haben der Mann und ich abwechselnd das „Happiness-Project“ von Gretchen Rubin gelesen. Zwar hat das Buch eine leichte Aggression beim Mann hervorgerufen und seine Art, „Gretchen“ auszusprechen, zaubert mir jetzt noch ein Grinsen ins Gesicht, aber was ich doch inspirierend fand, war ihre Art, Monaten gewisse Aufgaben zu widmen. Eine ähnliche Rubrik fand ich vor ein paar Monaten auf einem meiner Lieblingsblogs- Kaerlighed– und so fühle ich mich dazu inspiriert, es den beiden gleichzutun!

I: AUSMISTEN
Ich liebe cleanes Design, wenig Besitz, übersichtlich gefüllte Schränke und fühle mich im Minimalistischen ziemlich zu Hause. Unnötiges empfinde ich als Ballast, (Deko finde ich auch meist nur bei anderen hübsch) Unordnung macht mich unruhig.  Dennoch sammeln sich in Küchenschränken Gewürze an, die ich gar nicht verwende, Vorratsdosen, deren Deckel fehlt, oder Kleidung, die ich auch in diesem Jahr nicht wieder anziehen werde. Ab zur Schneiderei damit oder zu Oxfam. Mal sehen, wie es hier im November aussieht…
II YOGA- die eigene Praxis.
Leider komme ich neben meinem wöchentlichen Schwangeren-yogakurs selbst viel weniger oft auf die Matte als ich es mir wünsche und mir (und meinem Umfeld 😉 gut täte. Vor Juli gehörte Yoga zu meiner täglichen Morgenroutine wie Zähneputzen (das mache ich immerhin immer noch) und da möchte ich auch wieder hin.  Yoga kann so Vieles sein und Mama sein ist für mich auch eine Art Yoga, allerdings bleibt bei der Juli-Zeit das Meditieren und Turnen zu sehr auf der Strecke, etwas, das ich eigentlich sehr brauche. (Nicht umsonst trägt mein Blog das Wort Yoga im Namen ) Außerdem möchte ich ab nächster Woche auch wieder regelmäßig Klassen besuchen. Ich studiere gleich mal den Kursplan.
III BLOG
Ich mag es, zu schreiben. Wäre gerne eine kurze Weile auch Journalistin geworden. Da war ich 12. Habe aber vergessen, frühzeitig über den Kaninchenzuchtverein zu schreiben. Geschrieben habe ich aber immer wieder. Tagebücher, Briefe (früher natürlich. und was für welche) Blogs (das hier ist das ähem vierte glaube ich) Reisetagebücher, Post-Its. Ich schreibe auch gerne To-Do-Listen und Einkaufszettel. Manchmal nur, weil ich auch gerne einen Füller in der Hand habe. Oder aber, weil der Zeitaufwand dabei begrenzt ist. Jedenfalls möchte ich jetzt endlich mal wieder schreiben und dran bleiben, diesen Ort für mich nutzen, zum Denken und Tippen. Vielleicht mag es ja irgendwann jemand lesen.
Es ist erst neun. Juli schläft, der Mann kocht außer Haus.  Geschrieben habe ich. Genug Zeit zum Ausmisten und für ein bisschen Yoga.
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Elternzeit verlängern? Lets so do it!

Ich bin ganz aufgeregt! Wenn alles klappt, werde ich mir den Luxus gönnen, das kleine Banni noch eine Weile selbst zu betreuen, allerdings gibt es da noch ein paar Hürden (die ja vielleicht gar keine sind- hach, da spricht jetzt mal die Optimistin in mir) und viele Fragen.

Wird mein Dienstherr das erlauben? Wie wird meine Schulleitung reagieren, vor allem, nachdem ich denen vor weniger als einer Woche noch sagte, ich käme Vollzeit zurück? Will die Schule mich dann überhaupt noch? Was, wenn nicht? Wer entscheidet das auch? Werde ich mit der Konsequenz leben können? Und werden wir uns das leisten können? Bin ich dann nicht faul? Hallo Gedankenkarusell!
Es ist schon interessant, wie die Welt sich auf den Kopf dreht, wenn so ein kleines Bündel da ist. Nicht nur, dass ich in meinem Leben noch nie so unbedingt geliebt habe (sorry, Mann) und noch nie so sehr das Gefühl hatte, gerade genau da zu sein, wo ich hin gehöre. Es stellt auch vieles in Frage, Prioritäten verschieben sich und viele Momente mit Kind erscheinen mir als Yoga in reinster Form. Also eigentlich alles nichts Neues und trotzdem erfährt es jedes Eltern ja auch anders. Ganz anders als zuvor gedacht/gefühlt/geplant. Und so ist es nun auch mit meiner Elternzeit. Als ich den Antrag ausfüllte, dachte ich keine Sekunde darüber nach, länger als ein Jahr auszusetzen. Zum einen die dazugehörigen Glaubenssätze, zum anderen aber auch die für mich in Stein gemeißelte Annahme, dass ich sicher froh sei, nach 12 Monaten Hausfrau und Mutter wieder in den Beruf zurück kehren zu Können. (Never mind die Tatsache, dass Kinderbetreuung in Köln zu kriegen fast einem Lottogewinn gleicht) Noch nie in meinem Leben wurde ich so derbe eines besseren belehrt. Es ist nämlich so, dass der Gedanke, ab Bannies ersten Geburtstag wieder voll zu arbeiten, mir ein ganz enges Gefühl in der Halsgegend beschert. Ich möchte sie nicht Vollzeit in eine Betreuung geben. Ich möchte nicht in die Arbeitsmühle zurück, die mir viel von der Gelegenheit nimmt, die Kleine weiter aufwachsen zu sehen. Ich möchte nicht andere Kinder erziehen, während mein Kind vielleicht den ersten Schritt macht…
Jetzt aber mal cut hier, der Anruf an die Bezirksregierung steht an. Anlauf zur Hürde Nummer eins. Bis später!
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Neuer Lebensinhalt, neues Blog

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Seit nun mehr als 8 Monaten bin ich Mama und seitdem ist vieles Neu, einiges anders, das meiste zauberschön und einiges so gar nicht. Schon lange wollte ich dahingehend den ein oder anderen Gedanken zu (virtuellem) Papier bringen und nun ist mit diesem Blog der erste Schritt dazu getan. Welcome!

 

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