Irgendwie hatte ich das dann doch unterschätzt…

…das mit dem Mamasein&Bloggen. Und deswegen ist es hier so verdammt still, nachdem ich mir doch vorgenommen hatte, dass nicht schon wieder das Bloggen so schnell brach liegen sollte. Ich schleiche mich derweil also ziemlich um die Frage, ob ich das überhaupt noch forcieren sollte. Aber gerade habe ich ja Lust. und Zeit. (die Wäscheberge ignoriere ich. Zum Staubsaugen ist es eh viiiiiel zu spät, obwohl sooooo nötig. Und der Umstand, dass ich das Kletterdate abgesagt habe, zählt auch nicht. ) Also tippe ich ein paar Zeilen. Gar nichts Gehaltvolles, nur ein bisschen Gekritzle, so als Anstoß zum Bloggen im neuen Jahr. Zu sagen gäbe es eigentlich viel. Aber meine Zeit ist echt knapp. Der Wahnsinn, wie die Tage rasen, vor allem auch die kostbare Zeit nur für mich. Die ist gerade ziemlich rar. Das Baby (ich darf sie ja offiziell noch eine Woche so nennen. NUR noch eine Woche. Ich kann es nicht glauben. Aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema) will gerade ganz viel Mama, weil sie noch ein bisschen Unterstützung braucht, bei ihrem ungebremstem Antrieb, die Welt erkunden zu wollen. Am liebsten gehend, an Mamas Händen. Manchmal reicht schon eine. Aber nur manchmal. Schlafen klappt nachts prima, aber tagsüber ist das überschätzt (nur beim Baby. NICHT bei Mama) und so tapern wir gemeinsam entschleunigt durch den Tag. Es ist schön. Ich bin viel im Hier&Jetzt, die blöden Gedanken finden dann wenig Raum, wenn das wichtigste ist, es heile aufs Bett und wieder runter zu schaffen. Aber es ist auch anstrengend. Viel bleibt liegen, vieles bleibt gedacht und nicht getan oder geschrieben….

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Gedankenschnipsel

Gedacht: Ich weiß manchmal gar nicht, wie gut das Leben gerade zu mir ist. 

Gefragt: Wie fühlt es sich an, unter einer Brücke zu schlafen.

Geplant: Ein paar Stunden ohne Kind und mit Mann auf dem schönen Weihnachtsmarkt am Stadtgarten.

Geträumt: Wir drei auf Bali

Gefreut: Über das Weihnachtsgeld, mit dem ich nicht gerechnet habe.

Gefühlt: Unwohlsein beim Anblick der Wollmäuse hinter der Couch.

Geärgert: Über rücksichtslose Autofahrer. Und über meine jetzt schon kaputten Winterschuhe.

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Mittwochsmomente

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Mittwochs bin ich Besucher einer andere Welt, denn ich betrete die Straßenbahn. Mindestens zwei, manchmal auch drei, zwei Mal am Tag. Einmal die Woche verlasse ich meinen ziemlich heilen Mikrokosmos, der hauptsächlich aus Familienglück (meistens), Wohnchaos (immer), Cafe&krabbeldates (oft), Yoga&Sport (regelmäßig) und mir besteht, um mich fortzubilden. Dazwischen sehe ich vieles: und ganz viel davon macht mich traurig, nachdenklich, ratlos. ich lebe in Köln in einem ziemlich unspektakulären Viertel. Wir fühlen uns hier wohl, auch (oder gerade weil) wenn das (hipstereske) Leben woanders stattfindet. Stylische Cafés findet man hier keine, es sei denn man definiert die gängigen Ketten als solches. Süße Läden glänzen durch Abwesenheit, aber es gibt alles was man für den täglichen Bedarf braucht und ne Veedelskneipe. „‚Ne ehrliche Haut“ würde Grönemeyer vielleicht sagen. Egal wie man es labelt, wir fühlen uns hier heimisch, haben tolle, hilfsbereite Nachbarn, eine fast dörfliche Struktur (naja, fast) und sind ziemlich gut angebunden, außerdem zahlen wir uns nicht dumm&dusselig an Miete…Wollen wir eine vielfältige Gastroszene&Einzelhandelszene, fahren wir 10 Minuten mit dem Rad rechter Hand, wollen wir ein bisschen modernes Bürgertum, spazieren wir 10 Minuten nach Links, ins gentrifierte Gutmenschen-Sülz. (Vorsicht! Polemik!) Ziemlich heil hier alles. Szenenwechsel, wenn ich die Bahn betrete, spätestens die, die mich Richtung Fortbildung führt. Hier begegnen mir Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen am Rande der Gesellschaft sich befinden. Und viele steigen am gleichen Ort aus: Dem Wiener Platz. Hier weht ein anderer Wind. Opfer von Drogen, Alkohol, Verwahrlosung etc. findet man hier – je nach Tageszeit- überall. Ich fühle mich unwohl und eine subtile Traurigkeit macht sich breit. Und stelle mir immer wieder die gleichen Fragen- Warum gehts mir so gut und denen nicht? Was habe ich denn anders gemacht? Wieso ist die Welt so ungerecht? Und warum tue ich so wenig dagegen? Kann ich überhaupt was tun? Und während ich darüber sinniere, morgens und abends, erreiche ich  irgendwann mein Ziel, mein wohliges Zuhause, streife meine Schuhe ab und damit auch die Gedanken an die (schiefe) Welt draussen. Bis zum nächsten Mittwoch…

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Tue Gutes und rede drüber

Diesen Rat hat mir ein mal ein lieber Mensch gegeben, der von großer Bedeutung in meiner Ausbildung war. Ich war damals eher skeptisch, wollte ich doch auf keinen Fall mit dem, was ich (Gutes) tue, „hausieren“ gehen. Manchmal geht es aber nicht anders- ohne das drüber reden. Und dabei geht es nicht darum, mich selbst als Gutmenschen darzustellen. Das bin ich nämlich bei Weitem nicht (aber wem erzähle ich das ;)) Es geht darum, gemeinsam Gutes zu tun, um jemand anderem zu helfen.

Heute geht es um die Nichte der Person, die mir vor Jahren den obigen Rat gegeben hat. Ulli hat mich auf die folgende Aktion aufmerksam gemacht, die ich natürlich gerne unterstütze.

„Olivia ist ein grandioses Mädel mit einer unheilbaren Krankheit. Sie ist auf einen besonders ausgebildeten Hund angewiesen, der immer dann anschlägt, wenn sie aufhört zu atmen“

Das passt ohnehin super zu meinem Vorhaben, jeden Monat eine kleine Summe an jemanden zu spenden, der es braucht. Es ist doch oft so, dass wir gerne helfen wollen, aber wir keine richtigen Ideen/Vorbehalte/fehlende Zeit/Aufmerksamkeit/you name it haben und es dann ganz bleiben lassen. Ist doch scheiße- und mache ich auch oft so. Deswegen finde ich es prima, wenn ich -wie in diesem Falle- genau weiß, wohin meine Spende geht.

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Gedankenschnipsel

ich habe am Samstagabend, als Juli (und leider auch der Mann ;)) nach einer Bauchweheskapade Julis endlich zur Nachtruhe fand, ein paar Ideen gesammelt: Auf dem Sofa sitzend, ohne Wein in der Hand, ging mir mal wieder mächtig was durch den Kopf. Inspiriert unter anderem durch die Lektüre der Emotion, habe ich mir überlegt, wie ich so gewisse Dinge, die mir am Herzen liegen, umsetzen kann, auch wenn mir oftmals nur sehr begrenzt Zeit zur Verfügung steht. Dabei ist die Idee entstanden, mindestens 5 Minuten täglich für die Sachen zu investieren, die gerade im Moment für mich von Bedeutung sind. 5 Minuten hat man immer, ob zum Meditieren, für Sonnengrüße oder oder oder. Natürlich ist es nicht viel Zeit, aber es ist besser als nichts und man sollte die Kraft der fünf Minuten nicht unterschätzen (Kleinvieh macht doch auch Mist, oder?!). Dazu an anderer Stelle mehr. Jetzt schenke ich erstmal meinem Blog und ein paar Gedanken der letzten Woche Aufmerksamkeit. Aber nur fünf Minuten 🙂

Gedacht: Man kann das Leben nicht genug genießen.

Gefragt: WO führt das wohl hin? (Nach dem Wahlsieg Trumps…)

Geplant: Ein Wochenende wie im Urlaub, ohne in Urlaub zu fahren.

Geträumt: Von einem BnB in der Natur (mal wieder…)

Gefreut: Über die Herbstblumen meiner Freundin Sarah. Und über das Leben an sich

Gefühlt: kalten Wind im Gesicht beim Joggen und Spazieren am Rhein.

 

 

 

 

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JuliYoga im Oktober

Auf unser Indonesienreise haben der Mann und ich abwechselnd das „Happiness-Project“ von Gretchen Rubin gelesen. Zwar hat das Buch eine leichte Aggression beim Mann hervorgerufen und seine Art, „Gretchen“ auszusprechen, zaubert mir jetzt noch ein Grinsen ins Gesicht, aber was ich doch inspirierend fand, war ihre Art, Monaten gewisse Aufgaben zu widmen. Eine ähnliche Rubrik fand ich vor ein paar Monaten auf einem meiner Lieblingsblogs- Kaerlighed– und so fühle ich mich dazu inspiriert, es den beiden gleichzutun!

I: AUSMISTEN
Ich liebe cleanes Design, wenig Besitz, übersichtlich gefüllte Schränke und fühle mich im Minimalistischen ziemlich zu Hause. Unnötiges empfinde ich als Ballast, (Deko finde ich auch meist nur bei anderen hübsch) Unordnung macht mich unruhig.  Dennoch sammeln sich in Küchenschränken Gewürze an, die ich gar nicht verwende, Vorratsdosen, deren Deckel fehlt, oder Kleidung, die ich auch in diesem Jahr nicht wieder anziehen werde. Ab zur Schneiderei damit oder zu Oxfam. Mal sehen, wie es hier im November aussieht…
II YOGA- die eigene Praxis.
Leider komme ich neben meinem wöchentlichen Schwangeren-yogakurs selbst viel weniger oft auf die Matte als ich es mir wünsche und mir (und meinem Umfeld 😉 gut täte. Vor Juli gehörte Yoga zu meiner täglichen Morgenroutine wie Zähneputzen (das mache ich immerhin immer noch) und da möchte ich auch wieder hin.  Yoga kann so Vieles sein und Mama sein ist für mich auch eine Art Yoga, allerdings bleibt bei der Juli-Zeit das Meditieren und Turnen zu sehr auf der Strecke, etwas, das ich eigentlich sehr brauche. (Nicht umsonst trägt mein Blog das Wort Yoga im Namen ) Außerdem möchte ich ab nächster Woche auch wieder regelmäßig Klassen besuchen. Ich studiere gleich mal den Kursplan.
III BLOG
Ich mag es, zu schreiben. Wäre gerne eine kurze Weile auch Journalistin geworden. Da war ich 12. Habe aber vergessen, frühzeitig über den Kaninchenzuchtverein zu schreiben. Geschrieben habe ich aber immer wieder. Tagebücher, Briefe (früher natürlich. und was für welche) Blogs (das hier ist das ähem vierte glaube ich) Reisetagebücher, Post-Its. Ich schreibe auch gerne To-Do-Listen und Einkaufszettel. Manchmal nur, weil ich auch gerne einen Füller in der Hand habe. Oder aber, weil der Zeitaufwand dabei begrenzt ist. Jedenfalls möchte ich jetzt endlich mal wieder schreiben und dran bleiben, diesen Ort für mich nutzen, zum Denken und Tippen. Vielleicht mag es ja irgendwann jemand lesen.
Es ist erst neun. Juli schläft, der Mann kocht außer Haus.  Geschrieben habe ich. Genug Zeit zum Ausmisten und für ein bisschen Yoga.
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