Normandy – tres jolie!

Es war unser erster Trip in die Normandie, und sicherlich nicht unser letzter. Schockverliebt in die unfassbar schöne und gepflegte Anlage mit den für die Gegend typischen Hortensien, blühenden Nuss- und Apfelbäumen, grün so weit das Auge reicht und dazu eine unfassbare Ruhe- die perfekte Umgebung, um so richtig runter zu kommen. Juli fühlte sich auch sofort wohl, da die nicht nur rumlaufen konnte, wie ihre Füße gewachsen sind, sondern auch große Freude an den Tieren, Katze und Hund, fand und jedes Mal außer sich vor Freude war, wenn die Tiere uns besuchten.

Die Gegend, fernab von Städten und auch der Küste, sorgte bei uns sofort für den Erholungsgsfaktor zehn. Nur wir, die Natur und- Xavier! Er ist mit der Hauptgrund, warum wir eine unvergessliche Woche dort verbrachten. Und es wurde viel Male deutlich, wie berührend und bereichernd wir diese besonderen Begegnungen auf Reisen immer wieder finden und immer wieder erleben dürfen. Dieses Mal durften wir einen Menschen näher kennenlernen, der nicht nur eine ganz andere Vita hat, als wir (Ein Pariser! und dann noch ein Künstler! Ein Pariser Künstler. Klingt doch irgendwie besser als …))) sondern auch das Leben führt, das wir uns – zumindest in Teilen- ja auch schon länger immer mal wieder erträumen. Durch seine freundlicheoffene und lustige Art fiel es uns nicht schwer, schnell zu connecten. Ab Tag drei saßen wir eigentlich täglich abends zum Apero und essen zusammen und lernten viel über ihn und sein Leben als Musiker und dann als Grundbesitzer und was es heißt, täglich Gastgeber zu sein.  Wir hatten spannende, interessante und vor allem lustige Gespräche, ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht. Spontan erweiterte sich einmal, dann weniger spontan zweimal unsere Runde durch die sehr netten Brasilianer, die das Häuschen nebenan bezogen hatten. Wir tranken Wein, aßen typisches brasilianisches Essen, genossen das bunte Miteinander. Abschiednehmen war dann doof. Wir zogen weiter und nach uns neue Leute ein. Doch die schönen Erinnerungen nehmen wir mit ebenso wie das Vorhaben, wieder zu kommen.
A bientôt.
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Das bisschen bloggen 

macht sich doch von allein- eben nicht. Aber wieso und weshalb und warum es hier so still ist, habe ich weiter unten ja bereits ausführlich beschrieben. Also spare ich mir diese ellenlangen Ausgührungen und fange einfach an…

Kaffee im Schoß, aber natürlich in einer tasse und schon geht’s los. Wie aufregend 😉

Während es draußen also mal wieder regnet- willkommen in der Normandie- starte ich leise, alleine, in den Tag. Statt yoga oder laufen gibt’s dann heute schreiben. Vorbei die Tage, an denen alles ging. Ein anderes leben, in einer anderen Welt. Aber: anderes Thema.

 

Seit einer Woche sind wir nun unterwegs und genießen Familienleben zu dritt. Ohne Termine-es ist ein Fest (wird ja auch täglich begossen ;)) und uns geht es gut. Diese Wochen wurden von dem Mann und mir ersehnt, war doch wirklich ganz viel los in der letzten Zeit. Und bis zuletzt war es ganz unwirklich, dass wir bald drei Wochen durch eines unserer Lieblingsländer tingeln würden, und unsere einzige Aufgabe darin bestehen würde, eine entspannte Zeit zu haben. ( für einige eine Mammutaufgabe. Für uns: kriegen wir hin. Könnten wir immer immer so machen). Mit Kind ist das Reisen natürlich ein anderer Schnack (ich will laufen. Ok. Ich lesen. Gut. Und mit wem unternimmst du jetzt was, Juli? Oder: ach, keine Jalousien. Auch keine Vorhänge. Und das Fenster ist so weit oben, dass wir nicht mal dran kommen, um was davor zu hängen. Ja gut. Gehen wir alle eben erst um elf ins Bett. Ein gemütlicher Abend zu dritt hat ja auch was. Für andere vielleicht.) aber trotzdem so viel schöner, als zu Hause gestresst zu sein. Anders eben. (Auch ein anderes Thema)

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Happy Birthday Babygirl

Liebes Baby,

– ein paar Stunden bist du noch eines- und ich kann es nicht glauben, dass du in ziemlich genau 12 Stunden schon ein Kleinkind bist. Andererseits, wenn ich an deinen jetzt bereits vorhandenen Eigensinn denke, dann wundert es mich, dass du noch so klitzeklein bist…
Ich weiß noch genau, wie dein Papa und ich vor einem Jahr illegalerweise durch die Südstadt geturnt sind. Von Pizzeria zu Café zur Buchhandlung ( ich habe mir einen Krimi gekauft, für den Fall, die Geburt könnte langweilig werden) auf Wehen wartend. Den Krimi habe ich nicht wirklich gebraucht, denn als meine Zimmernachbarin endlich samt Sippe ausgezogen war, kamen endlich die Wehenfreunde. (Mein persönliches Unwort des Jahres 2016) nach 10 Stunden unterschiedlichster Emotionen und spektakulärer Leistung meines Körpers warst du endlich da. Ich denke so gerne an unseren Moment zu dritt auf dem Kreissaalbett. Die Welt hat sich aufgehört zu drehen, so überwältigend war es, dich perfektes Knautschgeschöpf das erste Mal im Arm zu halten. Dein gleich wacher Blick ließ erahnen, was für ein Wirbelwind du irgendwann sein wirst. Also jetzt.
Du kamst, du sahst und siegtest. Im Krankenhaus haben wir es uns erstmal ein paar Tage gemütlich gemacht. Immer wieder liefen dem Papa und mir Freudentränen, weil wir nicht fassen konnten, dass du endlich da warst.
Jetzt, ein Jahr später, kann ich es manchmal immer noch nicht so ganz fassen.
Seitdem du da bist, ist vieles anders als vorher, das meiste richtig schön, einzelne Dinge recht nervenaufreibend, manchmal stressig, auf jeden Fall alles intensiver.
Du hast mich ganz schön durcheinander gewirbelt. Auch wenn ich nicht komplett zum Muttertier mutiert bin und durch die unfassbar tolle Unterstützung deines Papas durchaus (ab&zu) noch ein eigenes Leben als Frau führe, bin ich doch in Vielem anders geworden. Und dafür danke ich dir.
Ich danke dir dafür,
dass ich nun weiß, was unbedingte Liebe ist.
dass ich deinen Vater als großartigen Papa erleben darf.
dass ich meine Eltern und Schwiegereltern auf eine Weise erlebe und schätze, die mir ohne dich auf jeden Fall entgangen wäre.
dass ich tolle andere Mamas kennenlernen konnte.
Und ich bin dir dankbar für so vieles mehr.
Ich bin durch dich einiges sensibler geworden. Auch wenn ich dachte, das ginge gar nicht. Vieles geht mir so unter die Haut, dass ich manchmal kurz vorm Verzweifeln bin. Egal ob Nachrichten, Artikel in einem Magazin, ein Film… Genauso intensiv empfinde ich aber auch die schönen Momente- Puh 😉
Ich lebe bewusster. Wähle achtsamer aus, mit wem ich Zeit verbringe, höre zu,  hinterfrage mich und andere, unser Welt, in der wir leben, und die wir uns geschaffen haben, unsere Gedanken und Handlungen, immer kritischer. Manchmal mit dem Wunsch, komplett auszubrechen. Aber das ist ein anderes Thema.
Durch dich schaffe ich es öfter, im Moment zu sein, die Welt durch deine Augen zu sehen und mit dir im Spiel zu versinken. Mich weniger wichtig zu nehmen. Dein erstes unbeschwertes Lachen, deine ersten Worte, deine ersten Schritte, so schön, das zu erleben. Aber eigentlich braucht es nur deine Anwesenheit. Beweisen musst du mir nichts. Noch nicht 😉
Dein Lächeln macht mich glücklich, dein nächtliches Brabbeln im Bett finde ich wahnsinnig entzückend und wenn du dich zum Schlafen an mich kuschelst habe ich das Gefühl, die Welt ist in Ordnung. Unsere kleine zumindest.
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Irgendwie hatte ich das dann doch unterschätzt…

…das mit dem Mamasein&Bloggen. Und deswegen ist es hier so verdammt still, nachdem ich mir doch vorgenommen hatte, dass nicht schon wieder das Bloggen so schnell brach liegen sollte. Ich schleiche mich derweil also ziemlich um die Frage, ob ich das überhaupt noch forcieren sollte. Aber gerade habe ich ja Lust. und Zeit. (die Wäscheberge ignoriere ich. Zum Staubsaugen ist es eh viiiiiel zu spät, obwohl sooooo nötig. Und der Umstand, dass ich das Kletterdate abgesagt habe, zählt auch nicht. ) Also tippe ich ein paar Zeilen. Gar nichts Gehaltvolles, nur ein bisschen Gekritzle, so als Anstoß zum Bloggen im neuen Jahr. Zu sagen gäbe es eigentlich viel. Aber meine Zeit ist echt knapp. Der Wahnsinn, wie die Tage rasen, vor allem auch die kostbare Zeit nur für mich. Die ist gerade ziemlich rar. Das Baby (ich darf sie ja offiziell noch eine Woche so nennen. NUR noch eine Woche. Ich kann es nicht glauben. Aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema) will gerade ganz viel Mama, weil sie noch ein bisschen Unterstützung braucht, bei ihrem ungebremstem Antrieb, die Welt erkunden zu wollen. Am liebsten gehend, an Mamas Händen. Manchmal reicht schon eine. Aber nur manchmal. Schlafen klappt nachts prima, aber tagsüber ist das überschätzt (nur beim Baby. NICHT bei Mama) und so tapern wir gemeinsam entschleunigt durch den Tag. Es ist schön. Ich bin viel im Hier&Jetzt, die blöden Gedanken finden dann wenig Raum, wenn das wichtigste ist, es heile aufs Bett und wieder runter zu schaffen. Aber es ist auch anstrengend. Viel bleibt liegen, vieles bleibt gedacht und nicht getan oder geschrieben….

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Gedankenschnipsel

Gedacht: Ich weiß manchmal gar nicht, wie gut das Leben gerade zu mir ist. 

Gefragt: Wie fühlt es sich an, unter einer Brücke zu schlafen.

Geplant: Ein paar Stunden ohne Kind und mit Mann auf dem schönen Weihnachtsmarkt am Stadtgarten.

Geträumt: Wir drei auf Bali

Gefreut: Über das Weihnachtsgeld, mit dem ich nicht gerechnet habe.

Gefühlt: Unwohlsein beim Anblick der Wollmäuse hinter der Couch.

Geärgert: Über rücksichtslose Autofahrer. Und über meine jetzt schon kaputten Winterschuhe.

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Mittwochsmomente

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Mittwochs bin ich Besucher einer andere Welt, denn ich betrete die Straßenbahn. Mindestens zwei, manchmal auch drei, zwei Mal am Tag. Einmal die Woche verlasse ich meinen ziemlich heilen Mikrokosmos, der hauptsächlich aus Familienglück (meistens), Wohnchaos (immer), Cafe&krabbeldates (oft), Yoga&Sport (regelmäßig) und mir besteht, um mich fortzubilden. Dazwischen sehe ich vieles: und ganz viel davon macht mich traurig, nachdenklich, ratlos. ich lebe in Köln in einem ziemlich unspektakulären Viertel. Wir fühlen uns hier wohl, auch (oder gerade weil) wenn das (hipstereske) Leben woanders stattfindet. Stylische Cafés findet man hier keine, es sei denn man definiert die gängigen Ketten als solches. Süße Läden glänzen durch Abwesenheit, aber es gibt alles was man für den täglichen Bedarf braucht und ne Veedelskneipe. „‚Ne ehrliche Haut“ würde Grönemeyer vielleicht sagen. Egal wie man es labelt, wir fühlen uns hier heimisch, haben tolle, hilfsbereite Nachbarn, eine fast dörfliche Struktur (naja, fast) und sind ziemlich gut angebunden, außerdem zahlen wir uns nicht dumm&dusselig an Miete…Wollen wir eine vielfältige Gastroszene&Einzelhandelszene, fahren wir 10 Minuten mit dem Rad rechter Hand, wollen wir ein bisschen modernes Bürgertum, spazieren wir 10 Minuten nach Links, ins gentrifierte Gutmenschen-Sülz. (Vorsicht! Polemik!) Ziemlich heil hier alles. Szenenwechsel, wenn ich die Bahn betrete, spätestens die, die mich Richtung Fortbildung führt. Hier begegnen mir Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen am Rande der Gesellschaft sich befinden. Und viele steigen am gleichen Ort aus: Dem Wiener Platz. Hier weht ein anderer Wind. Opfer von Drogen, Alkohol, Verwahrlosung etc. findet man hier – je nach Tageszeit- überall. Ich fühle mich unwohl und eine subtile Traurigkeit macht sich breit. Und stelle mir immer wieder die gleichen Fragen- Warum gehts mir so gut und denen nicht? Was habe ich denn anders gemacht? Wieso ist die Welt so ungerecht? Und warum tue ich so wenig dagegen? Kann ich überhaupt was tun? Und während ich darüber sinniere, morgens und abends, erreiche ich  irgendwann mein Ziel, mein wohliges Zuhause, streife meine Schuhe ab und damit auch die Gedanken an die (schiefe) Welt draussen. Bis zum nächsten Mittwoch…

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